Dr Matthias Reinhold/Berlin

Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie Facharzt für Psychiatrie

Systemischer Familientherapeut & Traumatherapeut für Kinder

 

Mit freundlicher Genehmigung den Text im Internet wiederzugeben.

 

Wir haben die Steine letztlich bei 5 verschiedenen Kindern eingesetzt.

Ein 6 jähriger Junge hat sich, beim Bau eines Turmes, in der Tat / trotz einer erheblichen Aufmerksamkeits - und Konzentrationsstörung mit motorischer Unruhe, über 25 Minuten, mit vielen Zwischenkommentaren sehr gut konzentriert beschäftigt.  War danach sehr stolz auf sein Werk!

 

Ein 7 jährigs Mädchen, die ein `Träumerchen` ist, Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität, hat anhaltend sehr konzentriert .. ein `Schloß`gebaut.  Sie hielt problemlos 50 Minuten durch, und wollte dann Figuren mit in das Schloß reinnehmen. Sie ließ sich durch das Material  sehr imaginativ anregen.  Wollte ihr Schloß danach `unbedingt mit nach hause nehmen`.

 

Ein 13 jähriger Jugendlicher, mit schwerer Störung des Sozialverhaltens und schon Cannabis Konsum wiederholt, baute „eine Burg“. Er war anhaltend ohne Ablenkbarkeit eine Stunde damit beschäftigt. Es war sehr leicht möglich mit ihm „nebenher“ ein gutes offenes Gespräch zu führen. Durch die Steine war er, eher auch motorische ständig etwas „in den Fingern sonst“ gut beschäftigt und konnte frei heraus erzählen.

 

Ein Geschwisterpaar / 6 und 9 Jahre / baute mit den Steinen einen Bauernhof, wollte da dann Tiere mit reinnehmen. Was ich ihnen auch gegeben hatte. Eigentlich haben sie eine erhebliche Geschwisterrivalität, mit sehr viel Streit, aber mit den Steinen hatten sie eine Stunde problemlos miteinander gespielt und waren dabei sehr phantasievoll.

 

Das Material ist aus meiner Sicht sehr anregend, fördert in der Tat die Ausdauer und Konzentration.  Es ist wohl, wie beschrieben, vielfältig anwendbar.